Temperguss-Fittings (verzinkt)



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Häufige Fragen & Hilfe

Ja. Alle von uns angebotenen weißen Tempergussfittings sind für die Trinkwasserversorgung zugelassen und vom DVGW geprüft. Verwenden Sie zusätzlich für Trinkwasserleitungen Armaturen, welche ganz unvernickelt (unverchromt) sind oder bei denen alle Teile welche mit dem Trinkwasser in Kontakt kommen frei von einer Nickelschicht (Chromschicht) sind, wie z. B. den Trinkwasserkugelhahn, bei dem die Gewinde unvernickelt sind.

Bei Messingfittings können Sie wie bei allen Metallfittings die Gewinde sowohl mit Hanf und einer Dichtpaste, sowie mit Gewindedichtband aus Teflon (PTFE) abdichten. Die Abdichtung mit Hanf ist etwas zeitaufwändiger. Der Vorteil bei dieser Methode ist allerdings, dass Sie die Gewinde nachjustieren können, wenn der Fitting nicht richtig ausgerichtet ist.

Wird das Gewinde mit Teflon abgedichtet, kann das Fitting nicht mehr gedreht werden. Werden die Messingfittings nur einmal festgeschraubt und nicht mehr bewegt, so ist die Abdichtung mit einem Dichtband oder Dichtfaden aus Teflon allerdings vollkommen ausreichend. Mit beiden Varianten ist der Betriebsdruck von 16 Bar gegeben.

Gewindedichtmaterial finden Sie unter: Gewindedichtmaterial für Gewindefittings
eine Anleitung zum Abdichten verschiedener Gewinde finden Sie unter:Gewindefittings und -rohre abdichten

In der Wassertechnik hat sich das Whitworth-Rohrgewinde etabliert, welches Standardmäßig zum Einsatz kommt. Alle Messingfittings sind mit entsprechendem Gewinde ausgestattet und können leicht mit Gewindefittings aus PVC, PP, Edelstahl und anderen Materialien kombiniert werden. Die Innengewinde sind in der Regel parallel bzw. zylindrisch und die Außengewinde Konisch bzw. Kegelig, wodurch eine Dichte Verbindung durch ein einfaches Festschrauben gewährleistet wird.

Bei einer Verbindung mit Metallrohren aus anderen Materialien (Mischinstallation) ist die Fließrichtung des Wassers zu beachten. Hierbei gilt die Regel, dass unedlere Metalle immer vor den Edleren verwendet werden müssen. So müssen kupferhaltige Werkstoffe nach verzinkten Eisenwerkstoffen im Wasserkreislauf verbaut werden, um einen kupferinduzierten Lochfraß zu vermeiden. Bei einer Kombination von Edelstahlfittings und -rohren mit Kupferrohren oder Kupferlegierungen (z. B. Messing) spielt die Reihenfolge keine Rolle.

Schwarzer und weißer Temperguss unterscheiden sich im Kohlenstoffgehalt (Temperkohle), welcher je nach Temperung unterschiedlich ausfällt. Bei weißem Temperguss wird das Gusseisen mit Sauerstoffzufuhr getempert (über einen langen Zeitraum erhitzt). Dabei verglüht die Kohle weitestgehend. Der Sauerstoff kann allerdings nur in die äußere Schicht eindringen, weshalb die Wandstärke der Produkte 20 - 30 mm nicht übersteigen sollte, um ein gleichmäßiges Gefüge zu erhalten.

Schwarzer Temperguss wird unter Ausschluss von Sauerstoff getempert. Hierzu wird ein Schutzgas eingeleitet, welches nicht mit der Kohle reagiert. Hier ergibt sich über das gesamte Werkstück, unabhängig der Materialstärke, ein gleichmäßiges Gefüge. Schwarzer Temperguss besitzt mehr Kohlenstoff und korrodiert etwas schneller, was in der Wassertechnik allerdings meist nur eine untergeordnete Rolle spielt, da beide Varianten eine ausreichende Beständigkeit gegenüber Wasser besitzen. Weißer Temperguss kann geschweißt werden, schwarzer nicht.

Rohrfittings aus weißem, wie auch aus schwarzem Temperguss werden meist zusätzlich verzinkt (tauchverzinkt), um die Korrosionsbeständigkeit zusätzlich zu verbessern und Flugrost zu vermeiden.

Temperugssfittings eignen sich für Kaltwasser- und Heißwasserleitungen im Trinkwasserbereich, dem Heizungsbau und für Gasleitungen. Temperguss zeichnet sich durch eine gute Korrosionsbeständigkeit aus. Die Fittings werden über Gewindeverbindungen miteinander verschraubt. Bei den Gewinden handelt es sich um die in der Wassertechnik gängigen Whitworth-Rohregewinde, welche problemlos mit Gewindefittings aus anderen Materialien kombiniert werden können. Die Gewinde müssen zusätzlich mit einem geeigneten Gewindedichtmaterial, wie z. B. Dichthanf abgedichtet werden.

Die Oberfläche ist verzinkt, um einen besseren Korrosionsschutz im Außenbereich zu gewährleisten. Beim verwendeten Temperguss handelt es sich um den weißen Temperguss, welcher weniger Kohlenstoff aufweist, als der schwarze Temperguss, allerdings mit ähnlichen Produkteigenschaften in der Wassertechnik einhergeht, sodass beide Varianten für selbige Zwecke einsetzbar sind. Fittings aus Temperguss gehören aufgrund des geringen Preises und ihren Eigenschaften seit Jahren zu den am meisten verarbeiteten Rohrfittings in der Wasser- und Gastechnik.

Eigenschaften

Tempergussfittings zeichnen sich durch eine gute chemische Beständigkeit aus, welche durch die Zinkschicht vor einer äußeren Korrosion verbessert wird. Die Fittings sind unanfällig gegenüber mechanischen Einwirkungen und können so in diversen Einsatzbereichen integriert werden. Aufgrund der Produktionsart, welche nur eine Massenproduktion zulässt, sind Tempergussfittings preiswert.

Temperguss ist getempertes Gusseisen, weshalb die Eigenschaften weitestgehend denen von Eisen gleichen. Je nach Tempermethode unterscheidet man weißen und schwarzen Temperguss, welche sich allerdings nur geringfügig unterscheiden. Die Eigenschaften der von uns angebotenen Fittings sind, wenn nicht anders angegeben wie folgt:

  • Material: Gusseisen (Temperguss weiß)
  • Temperaturbereich: -20 °C bis 120 °C (max. 300 °C)
  • Einsatztemperatur: 25 bar (ab 120 °C max. 20 bar)
  • Oberfläche: verzinkt (tauchverzinkt)
  • Gewindetyp: PSB-Gewinde nach EN 10226 (Whitworth-Rohregewinde)
  • ca. 50% dickere Zink-beschichtung als in der Norm gefordert

Übergang auf andere Metalle

Bei einer Verbindung mit Metallrohren aus anderen Materialien (Mischinstallation) ist die Fließrichtung des Wassers zu beachten. Hierbei gilt die Regel, dass unedlere Metalle immer vor den Edleren verwendet werden müssen. So müssen kupferhaltige Werkstoffe nach verzinkten Eisenwerkstoffen (z.B. Tempergussfittings) im Wasserkreislauf verbaut werden, um einen kupferinduzierten Lochfraß zu vermeiden. Bei einer Kombination von Edelstahlfittings und -rohren mit Kupferrohren oder Kupferlegierungen (z. B. Messing) spielt die Reihenfolge keine Rolle.

DVGW-geprüft

Alle von uns angebotenen Tempergussfittings sind vom DVGW geprüft und für den Einsatz in Trinkwasserleitungen zugelassen. Beachten Sie allerdings, dass auch das Dichtmaterial und gegebenenfalls verwendete Dichtpasten ebenfalls entsprechend geprüft sein müssen.

Umrechnung der Gewindemaße

Die Gewinde werden in Zoll angegeben, entsprechen aber nicht dem gängigen Zoll, wie er z. B. am Zollstock üblich ist. Es handelt sich um einen besonderen Gewindezoll nach dem Whitworth-Rohregewinde. Die Umrechnungen sind wie folgt.

Gewinde
in Zoll
Außengewinde
in mm
Innengewinde/
Kerndurchmesser
in mm
Gänge
je Inch
Steigung
mm
1/8" 9,728 8,566 28 0,907
1/4" 13,157 11,445 19 1,337
3/8" 16,662 14,950 19 1,337
1/2" 20,955 18,631 14 1,814
3/4" 26,441 24,117 14 1,814
7/8" 30,201 27,877 14 1,814
1" 33,249 30,291 11 2,309
1 1/4" 41,910 38,952 11 2,309
1 1/2" 47,803 44,845 11 2,309
2" 59,614 56,656 11 2,309
2 1/2" 75,184 72,226 11 2,309
3" 87,884 84,926 11 2,309
4" 113,030 110,072 11 2,309

Verarbeitung

Gewindefittings aus Temperguss werden miteinander verschraubt. Das Gewinde ermöglicht einen Übergang auf Kunststoff- und andere Metallgewinde. Achten Sie bei Kunststoffgewinden allerdings darauf, das Kunststoffgewinde nicht zu beschädigen, indem das Metallgewinde schräg aufgesetzt wird. Für die Abdichtung des Gewindes benötigen Sie zusätzlich ein entsprechendes Gewindedichtmaterial wie z. B. PTFE-Gewindedichtband oder Gewindehanf. Für Metallfittings hat sich Hanf als hervorragende Variante etabliert, da es durch seine quellenden Eigenschaften selbstständig abdichtet.