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PE-Rohre

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aufgerollte PE-Rohre nebeneinandergestapelt
  • Temperaturbereich von -40 °C bis +60 °C, kurz auch +80 °C
  • hohe chemische Beständigkeit gegenüber anorganischen Säuren, Salzlösungen und Laugen
  • schlagfest, abriebfest, geringer Verschleiß
  • geringes Gewicht, leicht und schnell zu verlegen
  • hohe Zeitstand-Innendruckfestigkeit
  • unempfindlich gegenüber ?sackenden? Böden
  • UV-beständig dank beigemischtem Ruß

chem. Beständigkeit | Eigenschaften | Trinkwassertauglichkeit

PE-Rohre bieten eine hervorragende Alternative zu Metallrohren. Sie sind leicht, preiswert und können relativ einfach verlegt werden (Rollen ab etwa 40 mm Durchmesser lassen sich nicht mehr per Hand abrollen und verlegen). PE-Rohre können nicht verklebt werden und werden stattdessen mit Klemmverbindern verklemmt oder mit Schweißfittings verschweißt. PE ist ein Werkstoff, welcher auch für die Trinkwasserversorgung eingesetzt werden kann. Hierzu bieten wir Ihnen vom DVGW geprüfte und zertifizierte Rohre an. Trinkwasserleitungen sollten nur von qualifiziertem Fachpersonal verlegt werden. Die Rohre sind UV-stabil und schlagfest.

PE-Rohre sind flexibel und weisen hervorragende chemische sowie mechanische Eigenschaften auf, weshalb sie sich im Gartenbau in der Landwirtschaft und zunehmend auch im Hobbybereich (automatische Gartenbewässerung und Wasserleitungen) etabliert haben.

PE-Rohre, häufig auch PE-Schläuche sind im Vergleich zu anderen Rohren, wie etwa PVC-U oder Metall relativ flexibel, sodass sie sich leicht verlegen lassen. Obwohl häufig der Begriff PE-Schlauch verwendet wird, haben PE-Rohre eine wesentlich steifere Form als Schläuche. Bis zu einem Außendurchmesser von etwa 32 mm lassen sich PE-Rohre noch per Hand biegen. Für größere Dimensionen muss auf Maschinenkraft zurückgegriffen werden. Die gute Flexibilität sorgt dafür, dass sehr lange Rohre an einem Stück als Rolle ausgeliefert werden können. So werden PE-Fittings und damit Zeit und Geld gespart. Die schwarze Farbe der PE-Rohre entsteht durch die Beimischung von Ruß als UV-Stabilisator. Die Rohre können dauerhaft oberirdisch verlegt werden.

Eigenschaften der PE-Rohre

Chemische und physikalische Eigenschaften

  • hohe chemische Beständigkeit gegenüber anorganischen Säuren, Salzlösungen und Laugen
  • geringe Wärmeleitfähigkeit
  • die sehr niedrige Glastemperatur verhindert eine Versprödung auch bei niedrigen Temperaturen
  • PE lässt sich hervorragend schweißen
  • physiologisch und toxikologisch unbedenklich
  • UV-beständig dank beigemischtem Ruß

Mechanische Eigenschaften

  • schlagfest
  • geringes Gewicht, leicht und schnell zu verlegen
  • hohe Zeitstand-Innendruckfestigkeit
  • unempfindlich gegenüber „sackenden“ Böden
  • hohe Abnutzungsbeständigkeit

Oberflächenbeschaffenheit

  • abriebfest, geringer Verschleiß
  • geringe Reibung und hohe Fließeigenschaften dank sehr glatten Oberflächen
  • verminderte Bildung von Mikroorganismen durch glatte Oberflächen

Trinkwasser und Brauchwasser

PE-Rohre werden in Trinkwasserrohre und Brauchwasserrohre unterteilt. Trinkwasserrohre müssen bestimmte Kriterien erfüllen und als solche getestet und zertifiziert werden. Hierzu müssen die PE-Rohre den DIN-Normen 8074 und 8075 entsprechen und sollten das DVGW-Gütezeichen aufweisen. Trinkwasserrohre sind meist blau oder schwarz mit blauen Streifen. Brauchwasserrohre können nicht für die Trinkwasserversorgung eingesetzt werden, da diese nicht die entsprechenden Kriterien erfüllen. Brauchwasserrohre kommen vor allem in der Landwirtschaft und im Gartenbau zum Einsatz. Diese Rohre sind in der Regel durchgehend schwarz.

Verarbeitung

PE ist ein Werkstoff, welcher sich nicht kleben lässt. Um die PE-Rohre zu verlegen kommen deshalb Schweißfittings oder Klemmverbinder zum Einsatz, wobei Schweißfittings in der Regel nur von Rohrleitungsbaufirmen eingesetzt werden, da hier teure Schweißgeräte benötigt werden. Schweißfittings bieten allerdings einen dauerhaften Halt. Alternativ kommen die preisgünstigeren PE-Klemmverbinder aus PP oder die Klemmverbinder aus Messing zum Einsatz, welche schnell und einfach verlegt werden können. PE-Rohre lassen sich im Somer bei hohen Temperaturen wesentlich leichter verlegen als im Winter, da die Rohre bei geringer Temperatur wesentlich steifer sind.

Unterschiede zwischen PE HD und PE LD

PE wird je nach seiner molekularen Dichte in unterschiedliche Typen unterteilt. Man unterscheidet dabei die Folgenden Typen.

  • PE-HD (HDPE): schwach verzweigte Polymerketten, daher hohe Dichte zwischen 0,94 g/cm³ und 0,97 g/cm³, ("HD" steht für "high density").
  • PE-LD (LDPE): stark verzweigte Polymerketten, daher geringe Dichte zwischen 0,915 g/cm³ und 0,935 g/cm³, ("LD" steht für "low density")
  • PE-LLD (LLDPE): lineares Polyethylen niederer Dichte, dessen Polymermolekül nur kurze Verzweigungen aufweist. Diese Verzweigungen werden durch Copolymerisation von Ethen und höheren a-Olefinen (typischerweise Buten, Hexen oder Okten) hergestellt.
  • PE-HMW: hochmolekulares Polyethylen. Die Polymerketten sind länger als bei PE-HD, PE-LD oder PE-LLD, die mittlere Molmasse liegt bei 500 bis 1000 kg/mol.
  • PE-UHMW: ultrahochmolekulares Polyethylen mit einer mittleren Molmasse von bis zu 6000 kg/mol und einer Dichte von 0,93 bis 0,94 g/cm³.

Für PE-Rohre werden vor allem und fast ausschließlich die beiden Typen PE-HD und PE-LD verwendet.

PE-HD weist eine wesentlich bessere chemische Beständigkeit auf als PE-LD und kann für höhere Temperaturen (dauerhaft bis 100 °C) verwendet werden. Diese Rohre werden aufgrund des geringeren gewichtes immer häufiger als Ersatz für Betonrohre und verschiedene Metallrohre verwendet.

PE-LD hingegen ist etwas weicher und leichter als PE-HD. PE-LD Rohre lassen sich leichter verlegen. Die Rohre können bei gleicher Wandstärke wie die PE-HD Rohre nur für geringere Drücke verwendet werden. Der Temperaturbereich der PE-LD Rohre liegt bei 80 °C (dauerhaft). PE-LD Rohre kommen aufgrund der leichteren Verlegbarkeit und des geringeren Preises vor allem in der Gartenbewässerung (z. B. als Verlegerohr für Rasensprenger und Versenkregner) zum Einsatz.

Unterschiede zwischen PE63, PE80, PE100 usw.

PE-Rohre gibt es bereits seit 1954 (in Europa seit 1968). Durch die Weiterentwicklung des Kunststoffes lassen sich heute sehr viel bessere PE-Rohre mit einer längeren Haltbarkeit bei größerer Beanspruchung herstellen. Die Zahl hinter dem PE (z. B. PE 80 oder PE 100) gibt an, welche Spannung in MPa (1000 Pascal) bei einer Temperatur von 20 °C über einen Zeitraum von 50 Jahren lasten darf, ohne dass das Material beschädigt wird.

Hierraus ergeben sich folgende Werte: PE 80 = 8,0 MPa, PE 100 = 10 MPa, PE 63 = 6,3 MPa usw.

Man spricht hier von der Zeitstandfestigkeit eines Materials.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, können Sie sich auch diese PDF-Datei der Firma frank GmbH ansehen.

Heute werden fast ausschließlich PE 80 und PE 100 Rohre verwendet, wobei PE 80 immer mehr durch PE 100 ersetzt wird. Bei Schweißfittings kommen nur Fittings aus PE 100 zum Einsatz.