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PE-Fittings und Rohre

Weiteres Zubehör:

Klemmkupplungen für PoolflexschlauchÜbergang PVC auf PE

Wasserleitungsrohre aus PE (Polyethylen) sind im Vergleich zu anderen Kunststoffrohren und Metallrohren wesentlich flexibler, sehr leicht und lassen sich einfach und schnell verlegen. Die hohe Biegsamkeit, welche sich jedoch nicht mit Schläuchen vergleichen lässt (PE-Rohre können bereits ab einem Durchmesser von etwa 40 mm sehr schlecht mit Muskelkraft verlegt werden), ermöglicht den Transport als Rollen, wodurch Transportkosten eingesparte werden können. Die Rohre sind in verschiedenen Längen, Druckstufen und sowohl für die Trinkwasser- als auch die Brauchwasserversorgung erhältlich.

Einsatzbereich

PE-Rohre werden in Brauchwasser- und Trinkwasserrohre unterschieden. Während Brauchwasserrohre lediglich für die Brauchwasserversorgung in der Bewässerungstechnik oder der Tierzucht verwendet werden dürfen, so können Trinkwasserrohre für die Trinkwasserversorgung eingesetzt werden. Trinkwasserrohre aus PE unterliegen bestimmten Anforderungen, Richtlinien und regelmäßigen Prüfungen durch den DVGW (in Deutschland), um eine hohe Qualität zu gewährleisten. Auch können diese für höhere Druckstufen als die Brauchwasserrohre eingesetzt werden, wodurch sie ebenfalls für die industrielle Bewässerung interessant sind.

Lassen Sie Trinkwasserinstallationen immer von einem Fachbetrieb vornehmen, um eine Verunreinigung des Wassers zu vermeiden.

Auch in der privaten Gartenbewässerung kommen immer häufiger PE-Rohre zum Einsatz, wo sie als Zulaufrohre für automatische Gartenbewässerungssysteme und sogenannte Wassersteckdosen (Wasserentnahmestellen) zum Einsatz kommen. PE-Rohre und Fittings werden Ausschließlich für Kaltwasserleitungen bis maximal 60 °C verwendet.

Eigenschaften der PE-Rohre

Chemische und physikalische Eigenschaften

  • hohe chemische Beständigkeit gegenüber anorganischen Säuren, Salzlösungen und Laugen
  • geringe Wärmeleitfähigkeit
  • die sehr niedrige Glastemperatur verhindert eine Versprödung auch bei niedrigen Temperaturen
  • PE lässt sich hervorragend schweißen
  • physiologisch und toxikologisch unbedenklich
  • UV-beständig dank beigemischtem Ruß

Mechanische Eigenschaften

  • schlagfest
  • geringes Gewicht, leicht und schnell zu verlegen
  • hohe Zeitstand-Innendruckfestigkeit
  • unempfindlich gegenüber „sackenden“ Böden
  • hohe Abnutzungsbeständigkeit

Oberflächenbeschaffenheit

  • abriebfest, geringer Verschleiß
  • geringe Reibung und hohe Fließeigenschaften dank sehr glatten Oberflächen
  • verminderte Bildung von Mikroorganismen durch glatte Oberflächen

Trinkwasser und Brauchwasser

PE-Rohre werden in Trinkwasserrohre und Brauchwasserrohre unterteilt. Trinkwasserrohre müssen bestimmte Kriterien erfüllen und als solche getestet und zertifiziert werden. Hierzu müssen die PE-Rohre den DIN-Normen 8074 und 8075 entsprechen und sollten das DVGW-Gütezeichen aufweisen. Trinkwasserrohre sind meist blau oder schwarz mit blauen Streifen. Brauchwasserrohre können nicht für die Trinkwasserversorgung eingesetzt werden, da diese nicht die entsprechenden Kriterien erfüllen. Brauchwasserrohre kommen vor allem in der Landwirtschaft und im Gartenbau zum Einsatz. Diese Rohre sind in der Regel durchgehend schwarz. In der Trinkwassertechnik kommen ausschließlich PE-Druckrohre mit einem Druck von mindestens 12,5 bar zum Einsatz.

Verarbeitung

PE-Rohre können nicht verklebt werden. Allerdings kann PE geschweißt werden und ist im Vergleich zu anderen Kunststoffen und Metallrohren relativ weich. Beide Eigenschaften kann man sich zu Nutze machen, um die PE-Rohre mit verschiedenen Fittings zu verbinden.

Verklemmen mit PE-Klemmfittings/PE-Klemmverbinder

PE-Klemmfitting

Bei PE-Klemmfittings wird die relativ weiche Oberfläche der PE-Rohre genutzt, um diese fest mit den Fittings zu verschrauben. Das Rohr wird hierzu in die Muffenseite des Fittings eingeschoben und verschraubt. Im Inneren der Klemmmuffe befindet sich ein Kunststoff- oder Metallring (Grip-Ring) mit Wiederhaken, welche sich beim Festschrauben in die Oberfläche des Rohres einschneiden und so eine Verbindung herstellen, welche für einen Druck von bis zu 16 bar (je nach Größe des Fittings) verwendet werden kann. Die Klemmverbinder selbst bestehen in der Regel aus PP oder Messing. PE-Fittings benötigen kein zusätzliches Werkzeug (bis etwa 50 mm) und können von Hand festgeschraubt werden, wodurch sie auch für die private Wasserversorgung sehr gut geeignet sind. In der industriellen Verarbeitung sparen Klemmfittings Zeit.

PE-Klemmverbinder werden lediglich bis zu einer Rohrdimension von 110 mm angeboten und eignen sich für größere Dimensionen auch nicht, da ein Verschrauben dann nicht mehr möglich ist.

Verschweißen

Schweißfittings werden direkt mit dem PE-Rohr verschweißt und bestehen selbst auch aus PE (in der Regel PE 100). Hier wird unterschieden in Stumpfschweißen (Heizelementstumpf-/Spiegelschweißen), Elektroschweißen (Heizwendelschweißen) und das Extrusionsschweißen (nur für Großrohre).

Heizwendel-/Elektroschweißfittings

PE-Schweißfitting

Heizwendelschweißfittings besitzen in ihren Schweißmuffen eine Metalldrahtspirale, welche über ein Schweißgerät auf die richtige Scheißtemperatur gebracht wird. Hierzu wird das Elektroschweißfitting auf das PE-Rohr aufgeschoben (nach der Entgratung und Reinigung der Schweißfläche). Anschließend wird über den Barcodescanner des Schweißgerätes der Barcode des Fittings eingescannt, woraufhin das Schweißgerät die Temperatur für die Fittingdimension einstellt. Elektroschweißfittings können auch für größere Rohrdimensionen bis etwa 615 mm verwendet werden.

Stumpf-/Spiegelschweißen

Beim Stumpfschweißen werden die PE-Rohre und Stumpfschweißfittings aneinander geschmolzen. Das Stumpfschweißen ermöglicht die Verschweißung von Rohren ohne Fittings. Hierzu werden die Rohre in eine Spannvorrichtung eingespannt, damit die Kanten genau aneinander liegen. Anschließend wird zwischen die Rohre eine Entgratungsmaschine geschoben, welche die Rohrkanten auf einen Winkel von 90° zur Rohrlänge bringt und die Rohre entgratet. Dann wird eine Metallplatte (Schweißspiegel) auf eine fest definierte Temperatur (entsprechend dem Rohr/Fitting) erhitzt und zwischen die Rohkanten geschoben. Die Rohre werden an die Platte gedrückt, bis sie die Schweißtemperatur erreicht haben. Anschließend wird die Platte entfernt und die Rohre aneinander gepresst, bis sich die Schweißnaht abgekühlt hat. Der Außendurchmesser der Rohre bleibt bei dieser Schweißmethode weitgehend unberührt. Lediglich eine Schweißnaht nach außen und leider auch innen bleibt erhalten.

Extrusionsschweißen

Beim Extrusionsschweißen werden keine Fittings benötigt. Hier werden die Rohre manuell miteinander verschweißt. Das Extrusionsschweißen eignet sich lediglich für Großrohre, wo ein Stumpfschweißen aufgrund zu großer Dimensionen nicht mehr möglich ist.