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Werkstoffe / Materialien

Übersicht einiger Werkstoffe, welche in Rohrleitungen zum Einsatz kommen. Mit Informationen zu den Eigenschaften, der chemischen, mechanischen sowie der Temperaturbeständigkeit und Verarbeitungsweisen dieser Materialien.

Rotguss ist eine Legierung aus mehreren Metallen und ist aufgrund der Bestandteile mit der Bronze und dem Messing verwandt. Rotguss besteht überwiegend aus Kupfer (ca. 90%), weshalb es auch kupferfarbener (rötlicher) als z. B. Messing ist. Als Legierungspartner kommen zudem in geringeren Anteilen die Metalle Zinn, Blei und Zink zum Einsatz, welche die Verarbeitbarkeit des Werkstoffes erleichtern.

Die am häufigsten verwendeten Edelstahlsorten im Rohrleitungsbau sind die beiden Varianten V2A (Werkstoff 1.4301, DIN X5CrNi18-10) und V4A (Werkstoff 1.4401, DIN X5CrNiMo17-12-2 ) oder Werkstoff 1.4408 nach DIN GX5CrNiMo19-11-2), welche häufig auch mit der amerikanischen Bezeichnung AISI304 und AISI 316 oder AISI 316L angegeben werden.

PVC-U ist ein weichmacherfreier Kunststoff, welcher aufgrund der fehlenden Weichmacher, wie sie z. B. in Gartenschläuchen zum Einsatz kommen, hart ist. Ohne die Weichmacher wird PVC-U allerdings zu einem physiologisch unbedenklichen Stoff, welcher auch für die Trinkwasserversorgung und Lebensmittelindustrie eingesetzt werden kann. PVC-U zeichnet sich durch eine sehr gute chemische Beständigkeit aus und wird häufig für Transportleitungen in der chemischen Prozessindustrie eingesetzt.

PP (Polypropylen) ist ein teilkristalliner Kunststoff (Moleküle teilweise in einer regelmäßigen Kristallstruktur), welcher aufgrund seiner physiologischen Unbedenklichkeit auch für den Einsatz in Trinkwasserleitungen und der Medizintechnik verwendet werden kann. Polypropylen zeichnet sich, wie alle Polyolefine (Polymere aus Kohlenwassertoffen der Strukturformel CnH2n, mit einer Doppelbindung (Ethylen, Propylen, Buten-1, Isobuten)) durch eine hohe chemische Beständigkeit und einer hohen elektrischen Isoliereigenschaft aus.

Bei Temperguss handelt es sich um Gusseisen, welches getempert wird, um ein bruchsicheres Eisen zu erhalten. Beim Tempern wird das Gusseisen über mehrere Tage auf einer Hohen Temperatur gehalten, wodurch sich die Moleküle gleichmäßig im Material verteilen und eine Homogenere Verbindung entsteht als bei ungetempertem Gusseisen.

Polytetrafluorethylen (PTFE), bekannter unter dem Markennamen Teflon®, ist ein Kunststoff, welcher aufgrund seiner hervorragenden chemischen und physikalischen Eigenschaften in der Industrie nicht mehr wegzudenken ist und häufig als Hochleistungskunststoff bezeichnet wird.

Die Abkürzung NBR steht für Nitrile Butadiene Rubber (Deutsch: Acrylnitril-Butadien-Kautschuk), kurz auch Nitrilkautschuk, einem Elastomer oder auch Gummi, welcher aufgrund seiner besonderen Eigenschaften, wie etwa einer hohen Witterungsbeständigkeit, der guten chemischen, thermischen und mechanischen Beständigkeit in diversen Bereichen wie z. B. als Dichtungen für Rohr- und Schlauchleitungen sowie für Schlauchmäntel selbst und häufig in medizienischen Produkten, wie z. B. Nitrilhandschuhe Anwendung findet.

Tabelle mit Daten zur chemischen Beständigkeit von PVC, PE und PP bei verschiedenen Stoffen und Temperaturen.

FKM (Viton®), früher auch FPM, ist ein Werkstoff, der ursprünglich von der Firma DuPont entwickelt und vertrieben wurde, allerdings keinen genauen Stoff beschreibt, sondern eine ganze Reihe von Kautschuken, welche sich je nach Kettenlänge der Moleküle stark unterscheiden können.

EPDM ist ein weicher Kunststoff, welcher aufgrund der kostengünstigen Herstellung weit verbreitet ist. Die Einsatzbereiche sind unteranderem in der Schlauchtechnik als Schlauchmantel und für Dichtungen und Ventilen und Rohrverbindern.

Der Begriff Inox ist ein Synonym für rostfreien Stahl. Inox leitet sich aus dem französischen inoxidable ab und bedeutet übersetzt nicht oxidierbar, oder eben „rostfrei“.

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