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Ratgeber


Die Spaltkorrosion ist ein lokaler Korrosionsangriff, der ausschließlich innerhalb enger, flüssigkeitsgefüllter Spalte auftritt. Sie unterscheidet sich von der Lochfraßkorrosion dadurch, dass sie eine konstruktive oder ablagerungsbedingte Verengung als Auslöser benötigt.

Die Lochfraßkorrosion (engl. pitting corrosion) ist eine örtlich begrenzte, punktförmige Form des korrosiven Angriffs auf passivierte Metalle wie Edelstahl oder Aluminium. Sie gehört im Rohrleitungsbau zu den tückischsten Korrosionsarten, da das Material nach außen hin weitgehend intakt erscheint, sich die Schädigung jedoch nach und nach in die Tiefe frisst.

CF8M ist eine amerikanische Normbezeichnung (ASTM A351) für einen hochkorrosionsbeständigen Edelstahlguss. Chemisch entspricht er im Wesentlichen dem bekannten Knetwerkstoff AISI 316 (1.4401 / 1.4404). Die Europäische norm für CF8M Edelstahl ist die Nummer 1.4408.

Kaltfluss beschreibt das Phänomen, dass einige Kunststoffe, wie z. B. PTFE niemals ganz aushärten, sondern immer verformbar bleiben, wodurch sich einige Probleme und Vorteile ergeben.

Die häufig vernachlässigte Frage nach dem zu wählenden Durchmesser beim Kauf eines Gartenschlauches kann weitreichende Folgen mit sich bringen. Denn wer sich genauer mit dem Thema beschäftigt, der wird merken, dass der Druckverlust eine nicht unwesentliche Rolle bei der Bewässerungstechnik spielt.

PA (Polyamid), oft umgangssprachlich als Nylon bezeichnet, ist ein teilkristalliner Kunststoff, der für seine hervorragende Kombination aus Festigkeit, Steifigkeit und Zähigkeit bekannt ist. Aufgrund seiner hohen mechanischen Belastbarkeit und guten chemischen Beständigkeit, insbesondere gegen Öle, Fette und Kraftstoffe, ist er im Maschinenbau und der Fahrzeugtechnik unverzichtbar.

Was bedeutet die KTW-BWGL-Prüfung im Zusammenhang mit Kunststoffen für den Einsatz in der Trinkwasserleitungen? Eine kurze Übersicht und Zusammenfassung.

Gleitreibung ist die Kraft, die der relativen Bewegung zweier sich berührender Körper entgegenwirkt. Die Ursache der Reibung liegt vor allem in der Rauheit der Oberflächen und der Wechselwirkung der Moleküle selbiger, also den molekularen Anziehungskräften (Adhäsion).

Das Losbrechmoment beschreibt das maximale Drehmoment, das erforderlich ist, um eine ruhende Komponente, wie das Absperrorgan (Kugel oder Scheibe) einer Armatur, aus dem Stillstand in eine Drehbewegung zu versetzen.

In Schlauch- und Rohrleitungen kommen verschiedene Dichtungsmaterialien zum Einsatz. Doch wann wird welches Material verwendet? Hier gibt es einen groben Überblick über die gängigsten Materialien.

Eine häufig auftretende technische Frage ist, ob Rohre aus älterem PE80-Material mit neueren Rohren aus PE100 verschweißt werden können, beispielsweise bei Reparaturen oder Systemerweiterungen. Dieser Beitrag beleuchtet die technische Machbarkeit und die Voraussetzungen für eine solche Verbindung.

Das National Pipe Tapered Thread, kurz NPT-Gewinde, stellt einen bedeutenden Standard dar, der primär in Nordamerika Anwendung findet, um sowohl mechanische Verbindungen als auch hydraulische Dichtungen zu gewährleisten.

Der Kv-Wert, auch als Durchflussfaktor oder Durchflusskoeffizient bezeichnet, gibt an, wie viel Wasser innerhalb einer Stunde durch ein Ventil fließen kann, wenn der Druckunterschied vor und hinter dem Ventil etwa 1 bar beträgt und die Wassertemperatur zwischen 5 °C und 30 °C liegt

ATEX ist die französische Abkürzung für "Atmosphères Explosibles" (explosionsfähige Atmosphären) und bezeichnet ein europäisches Regelwerk zum Schutz vor Explosionen in explosionsgefährdeten Bereichen.

Polycarbonat (PC) ist ein thermoplastischer Kunststoff, der sich durch seine hohe Festigkeit, Schlagzähigkeit und Transparenz auszeichnet.

Die Initiative fokussiert sich darauf, die unterschiedlichen nationalen Zertifizierungen durch ein harmonisiertes europäisches System zu ersetzen, um die Sicherheits- und Qualitätsstandards von Materialien im Kontakt mit Trinkwasser zu vereinheitlichen und zu verbessern.

Kupferrohre haben eine antibakterielle Wirkung. Die Stärke hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab. Wie sie wirkt und was zu beachten ist, erfährst du hier.

SAN ist ein transparenter und harter Kunststoff, der sich durch eine hohe Beständigkeit gegenüber verschiedener Säuren und Laugen auszeichnet und sich in industriellen Rohrleitungen eignet. Die hohe Transparenz macht den Kunststoff im Rohrleitungsbau ideal für Schaugläser/Sichtgläser, welche zur visuellen Überprüfung des Mediums verwendet werden.

PVC-C ist ein weichmacherfreier Kunststoff und eine Weiterentwicklung des Kunststoffes PVC-U. PVC-C zeichnet sich durch eine sehr gute chemische Beständigkeit und thermische Beständigkeit (bis 80 °C) aus und wird häufig für Transportleitungen in der chemischen Prozessindustrie eingesetzt.

Eine Übersicht, über verschiedene Rohrleitungsmaterialien aus Metall, Kunststoff und Beton und ihre Nachhaltigkeit.

Die Abkürzung EVAC (häufig auch einfach EVA) steht für Ethylen-Vinylacetat-Copolymer, einem weichen Kunststoff, welcher aufgrund seiner besonderen Eigenschaften, wie etwa einer hohen Witterungsbeständigkeit, der guten chemischen, thermischen und mechanischen Beständigkeit in diversen Bereichen wie z. B. als Dichtungen für Rohr- und Schlauchleitungen sowie für Schlauchmäntel selbst Anwendung findet.

Tabelle zur chemischen Beständigkeit verschiedener rostfreier Edelstähle in Bezug auf diverse Medien.

Was sind Biofilme? Wie entstehen Sie in Rohr- und Schlauchleitungen? Welche Auswirkungen haben sie auf uns? Diese Fragen werden werden hier genauer beleuchtet.

Als PFAS, auch bekannt als per- und polyfluoralkylierte Chemikalien, wird eine Gruppe von chemischen Verbindungen bezeichnet, bei denen es sich im Allgemeinen um Kunststoffe handelt, welche sich durch fluorhaltige Kohlenwasserstoffverbindungen auszeichnen. Je nach Quelle geht man heute von über 4.700 bis über 10.000 Verbindungen aus, die der Gruppe angehören. Zu den bekanntesten Vertretern der Gruppe gehören Kunststoffe unter den Handelsnamen Teflon (PTFE), Viton (FKM), Gore-Tex und Scotchgard.

PE (Polyethylen) ist ein thermoplastischer Kunststoff, der im Wesentlichen aus Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H) besteht und aufgrund seiner hohen chemischen Beständigkeit und seiner physiologischen Unbedenklichkeit für Rohre und Verbinder zum Transport verschiedener aggressiver Medien sowie für Trinkwasserleitungen oder in der Lebensmittelindustrie eingesetzt wird.

PE-Rohre werden je nach Kristallisationsgrad des Polyethylens in verschiedene Typen unterschieden, welche entweder als Zahl (PE 63, PE 80, PE 100) oder als Abkürzung (PE-LD, PE-MD, PE-HD) angegeben werden. Diese Klassifizierung beschreibt den Zeitstand-Innendruck, welcher für einen Zeitraum von mindestens 50 Jahren gegeben sein muss, sofern die Rohre in ordnungsgemäß verarbeitet sind. Der Nachweis der Langzeitfestigkeit erfolgt nach ISO 9080 oder DIN 16887, welche die genormten Verfahrensmethoden beschreiben.

Die Abkürzung „SDR“ steht für „Standard Dimension Ratio“ und gibt das Verhältnis von Rohraußendurchmesser zur Wandstärke an. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um ein standardisiertes Durchmesserverhältnis, welches in Rohrleitungen (vor allem Kunststoffrohre aus PE und PP, aber auch anderen Kunststoffrohren) dazu dient, die Druckbeständigkeit bei gleichen Rohrmaterialien rasch zu unterscheiden.

Polyoxymethylen (POM) ist ein teilkristalliner Kunststoff, welcher wie fast alle Kunststoffe durch Polymerisation (Kettencopolymerisation) hergestellt wird und sich durch eine hohe Festigkeit auszeichnet, die ihn ideal für diverse technische Anwendungen macht.

Silikon ist der Überbegriff für eine ganze Gruppe von synthetisch hergestellten Polymerketten, welche sich im Wesentlichen aus Silicium (Si) und Sauerstoff (O) zusammensetzen (SiO₂)n. Freie Valenzelektronen des Siliziums gehen häufig Bindungen mit Kohlenstoffwasserstoffresten wie z. B. Methyl- oder Vinylgruppen ein. Die Molekülketten werden, wie bei den meisten Kunststoffen durch Polymerisation erzeugt. In der wissenschaftlichen Literatur finden sich anstelle des Begriffs Silikone häufig die Begriffe Poly(organo)siloxane oder einfach Siloxane wieder.

Als Korrosion wird eine Reaktion eines Werkstoffes mit seiner Umgebung bezeichnet, die zu einer messbaren Veränderung des Werkstoffes selbst führt. Im Alltag verwendet man den Begriff meist bei metallenen Materialien, die korrodieren (rosten) und beschreibt damit einen Oxidationsprozess (Redoxreaktion) auf chemische Ebene, allerdings können auch andere Faktoren wie z. B. Abrieb, UV-Strahlung oder Temperaturschwankungen zu einer Veränderung des Materials führen.

ABS ist ein harter, thermoplastischer Kunststoff, der aufgrund seiner guten chemischen, mechanischen und thermischen Beständigkeit in vielen Bereichen eingesetzt wird, darunter auch im Rohrleitungsbau. Hier kann der Kunststoff vor allem auch in der Kühlwassertechnik verwendet werden, da ABS eine gute Kältebeständigkeit (besser als z. B. PVC-U) besitzt. ABS ist aufgrund seiner Vielseitigkeit einer der am meisten hergestellten Kunststoffe.

Die Glasübergangstemperatur (Tg) ist die Temperatur, bei der sich ein amorphen Feststoff von einem starren, glasartigen Zustand in einen weicheren und flexibleren, Zustand überführt. Der Begriff hat seinen Ursprung in der Glasherstellung, mit der die Temperatur definiert wird, bei der das Glas von einem harten, brüchigen Material, wie es auch bei Zimmertemperatur anzutreffen ist, in einen weichen, verformbaren Zustand übergeht, um die Form des Materials bearbeiten zu können.

Die Shore-Härte ist ein Maß für die Härte von verschiedenen Werkstoffen, wie Kunststoffe, Gummi und andere Elastomere. Die Skala wurde von Albert Ferdinand Shore in den 1920er Jahren definiert. Eine Messung erfolgt mit einem Shore-Prüfgerät (Shore-Durometer). Bei der Messung wird ein spitzer Metallstift in die Oberfläche des Materials gedrückt, wodurch sich anhand der benötigten Kraft die Widerstandsfähigkeit des Materials bestimmen lässt. Die Shore-Härte ist eine wichtige Kenngröße in der Wassertechnik und findet häufig Anwendung in der Schlauchtechnik und bei Dichtungsmaterialien.

Die Rohrrauigkeit gibt die Rauheit der Oberfläche innerhalb eines Rohres an und ist ein wichtiger Parameter, um verschiedene Berechnungen, wie z. B. den Druckverlust oder den Strömungsverlust innerhalb einer Rohleitung durchzuführen. Die Oberfläche verschiedener Materialien zeichnet sich durch unterschiedliche Unebenheiten und rauen Stellen aus. So besitzen extrudierte Kunststoffrohre aus PVC-U oder PE eine wesentlich geringere Rauigkeit als Rohre aus Steingut oder Metallrohre, wie Edelstahlrohre, welche bereits durch den Herstellungsprozess eine unebenere Oberfläche aufweisen.

Acrylglas (auch bekannt als Polymethylmethacrylat oder PMMA) ist ein meist harter und transparenter Kunststoff, der aufgrund seiner Vielzahl von Eigenschaften in verschiedenen Bereiche wie etwa für Behälter oder Kunststoffscheiben Anwendung findet. Aufgrund seiner hohen Transparenz wird es auch als Plexiglas bezeichnet.

Das Schweißen von Edelstahlrohren und Fittings aus V4A Stahl ist aufgrund seiner besonderen Eigenschaften und Anforderungen ein fortgeschrittenes Schweißverfahren und sollte nur von Fachpersonal oder einer professionellen Schweißfirma durchgeführt werden, damit die Schweißnaht korrekt ausgeführt wird.

Ein Pitotrohr ist ein Instrument, das verwendet wird, um die Geschwindigkeit von Flüssigkeiten oder Gasen zu messen. Es besteht aus einem Rohr mit einer Öffnung, die senkrecht zur Strömungsrichtung zeigt.

Galvanisieren ist ein Verfahren zur Oberflächenbeschichtung von Metallen. Es wird verwendet, um die Eigenschaften eines Metalls zu verbessern, wie z.B. seine Härte, Korrosionsbeständigkeit, elektrische Leitfähigkeit oder sein Aussehen zu verändern.

Eine der wichtigsten Technologien für die Herstellung von Kunststoff-Rohren ist das Extrudieren. Während die Fittings (Verbinder) in der Regel über das Spritzgussverfahren mittels einer Spritzgussform gefertigt werden, eignet sich für Rohre aufgrund der Länge das Extrudieren. Spritzgussformen müssten dazu viel zu groß sein. Die Rohre werden dabei endlos durch eine Düse (Extruder) gedrückt und auf die benötigten Längen abgeschnitten. Das Extrudieren wird auch bei der Herstellung von Nudeln verwendet.

Kupferrohre und Kupfer-Lötfittings lassen sich einfach in wenigen Schritten verlöten. Man unterscheidet zwischen Hartlöten und Weichlöten, wobei sich lediglich die Temperaturen unterscheiden und das damit verbundene Lot. Beim Weichlöten verwendet man z. B. Zinn, was in der Wassertechnik der Standard ist.

Die Abkürzung GFK steht für glasfaserverstärkter Kunststoff, der auch als Glasfaserverbundwerkstoff bezeichnet wird. Es handelt sich um einen Verbundwerkstoff, der aus einer Matrix aus Kunstharz und Glasfasern besteht. Die Glasfasern dienen dabei als Verstärkung und verleihen dem Material eine hohe Festigkeit und Steifigkeit, während das Kunstharz als Bindemittel (Leim) fungiert und dem Material seine Formbarkeit und chemische Beständigkeit verleiht.

Pulverlackieren oder Pulverbeschichten ist ein Verfahren, bei dem ein pulverförmiger Lack auf eine Oberfläche aufgetragen wird, um sie zu schützen oder auch zu dekorieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Nasslackierverfahren wird bei der Pulverbeschichtung kein flüssiger Lack verwendet und die Schichtdicke ist meist etwas höher.