Tauchpumpen

Tauchpumpen sind transportable oder auch fest eingebaute (Kreisel)-Pumpen. Sie werden direkt in die zu transportierenden Flüssigkeiten eingetaucht und im Regelfall durch elektrischen Strom betrieben. Die Spannungsführenden Teile sind wasserdicht und witterungsbeständig isoliert. Deshalb werden Tauchpumpen idealerweise zum Leerpumpen von Behältern, Baugruben oder Sickerschächten eingesetzt. Auch der heimische Gartenteich läßt sich, wenn eine Genarelreinigung oder eine Folienreparatur ansteht, mit dieser Pumpe komplett leeren. Egal ob im Katastrophenschutz, bei der Feuerwehr, in der Wasserversorgung, in der Abwasserentsorgung oder nur zur Gartenbewässerung aus einer Vorratsbehälter - Tauchpumpen sind äußerst vielseiteig einsetzbar.

Tauchpumpen mit Schwimmerschalter

Viele Tauchpumpen sind mit einem sogenannten Schwimmerschalter ausgerüstet, der zum Trockenlaufschutz oder auch zur Füllstandsregulierung dient und die Pumpe automatisch an- oder ausschaltet. Bei Schwimmerschaltern handelt es sich um spezielle Schaltvorrichtungen, welche in einem Schwimmerkörper untergebracht sind. Je nach Neigungswinkel des Schwimmers wird die Stromzufuhr freigegeben bzw. unterbrochen. Diese speziellen Schalter dienen zur automatisierten Steuerung von Füllständen in Flüssigkeitsbehältern. Steigt der Flüssigkeitsstand über ein gewisses Niveau an, gibt der Schwimmerschalter den Stromfluss frei und die Tauchpumpe springt automatisch an. Sinkt der Flüssigkeitspegel wieder unter ein bestimmtes Niveau, wird die Pumpe wieder abgeschaltet.

Wieder andere Tauchpumpenmodelle, die mit einem elektrischen Schwimmerschalter ausgerüstet sind, schalten beim Erreichen eines Mindestpegels den Antrieb ab, sodass ein Trockenlauf vermieden wird. Die am meisten verwendeten Arten von Schwimmerschaltern sind diejenigen, bei denen sich der Schwimmer in einem hermetisch wasserdichten Gehäuse befindet, welches mit einer Kugel bestückt wurde, die durch eine fest vorgegebene Leitbahn die jeweilige Position verändert. Die Lageveränderung des Schwimmers erfolgt über ein Hebelsystem oder freischwimmend an einem entsprechenden Kabel.

Integrierter Schwimmerschalter

Nahaufnahme eines integrierten Schwimmerschalters einer Tauchpumpe.

Einige Tauchpumpen besitzen einen integrierten Schwimmerschalter, das heißt, das Schwimmelement der Tauchpumpe befindet sich im Inneren des Pumpengehäuses. Dies bringt den Vorteil mit sich, das die Pumpe sehr wenig Platz benötigt und so auch für besonders enge Schächte verwendet werden kann. Des Weiteren können die Tauchpumpen mit einem integrierten Schwimmerschalter von den automatischen in den manuellen Betrieb und umgekehrt geschaltet werden, was bei den Tauchpumpen mit einem schwimmenden Schwimmerschalter in der Regel nicht der Fall ist.

Material des Laufrades

Die Laufräder der Pumpen bestehen entweder aus Metall (meist Bronze) oder verschiedene Kunststoffverbindungen, wobei Laufräder aus Kunststoff am weitesten verbreitet sind. Zum einen liegt dies an der kostengünstigeren Herstellung und zum Anderen an der geringen Notwendigkeit. Während Tauchpumpen, welche für Industrielle zwecke und einer Dauerbelastung konzipiert werden durchaus mit hochwertigen Materialien ausgestattet sind, so kommen im privaten Bereich preiswertere Komponenten zum Einsatz, da sie nicht für einen Dauerbetrieb ausgelegt sein müssen.

Pumpenkörper aus Kunststoff oder Edelstahl?

Pumpenkörper werden aus Kunststoff oder Metall (meist Gusseisen oder Edelstahl) gefertigt. Kunststoffgehäuse haben den Vorteil, dass sie niemals rosten und ein geringes Gewicht besitzen. Metallgehäuse hingegen können die durch die Pumpe entstandene Wärme etwas besser ableiten und verformen sich nicht, wenn die Pumpe trocken laufen sollte und überhitzt (nur wenn kein Überlastschutz vorhanden ist). Des Weiteren sind Metallgehäuse stoßunempfindlicher.

Tauchpumpen in der Gartenbewässerung

In der Gartenbewässerung werden Tauchpumpen vor allem für die Wasserentnahme aus Regentonnen oder Zisternen eingesetzt. Tauchpumpen sind meist nicht dafür ausgelegt einen hohen Druck zu erzeugen, sondern möglichst große Wassermengen zu befördern, weshalb sich die meisten Pumpen lediglich für die manuelle Bewässerung mit einem Gartenschlauch, allerdings nicht für den Betrieb mehrerer Rasensprenger eignen.

Allerdings gibt es einige Tauchpumpen, welche aufgrund ihres Einsatzbereiches hohe Drücke erzeugen, allerdings eine geringere Fördermenge aufweisen. Zu diesen Pumpen gehören die Zisternenpumpen und die Tiefbrunnenpumpen.

Flach absaugende Tauchpumpen

Flachsaugende Tauchpumpen können bis zu einem Sehr niedrigen Restwasserpiegel ansaugen. Ideal für kleine Überschwemmungen im Keller oder der Tiefgarage, wo die Pumpen das Wasser bis auf ein "Wischtrockenes" Niveau absaugen können. Laut einiger Hersteller können die Pumpen bis zu einem Restwasserspiegel von wenigen bis einem mm absaugen. Allerdings sind diese Angaben in der Realität mit Vorsicht zu betrachten, da sie nur unter Optimalbedingungen erzielt werden können. Die pumpen eignen sich auch für Die Entwässerung von Flachdächern um dort stehendes Wasser zu entfernen. Flach absaugende Pumpen sind z. B. Tauchpumpe Verty Nova und Flachsaugende Tauchpumpe SPK450.

Schnelle Helfer bei kleinen Überschwemmungen

Notfallbox mit Pumpe, Flachschlauch und Transportbox.

Ihr relativ geringes Gewicht und die einfache Handhabung haben die Tauchpumpen auch in Hochwasserbereichen immer beliebter werden lassen. Hier gibt es bereits eigens für das Auspumpen von überfluteten Kellern oder Garagen entwickelte Notfallboxen. Diese Boxen bestehen aus einem Tragekorb (die Box), einem Flachschlauch und der Pumpe. Der Tragekorb dient gleichzeitig zum Verstauen der Pumpe und des Schlauches, wie auch als Puffer beim Ansaugen, indem er bereits groben Schmutz und Treibgut davon abhält, in die Pumpe gesaugt zu werden.